Die 7 Bestandteile einer ökologischen Sanierung
1. Energieeffizienz:
Ziel ist, den Energiebedarf für Heizung, Warmwasser und Strom durch gezielte Maßnahmen deutlich zu senken. Dazu gehören unter anderem eine bessere Gebäudedämmung, der Einbau moderner Isolierfenster und effizienter Heizsysteme wie Wärmepumpen. Je nach Haus lassen sich die Energiekosten langfristig um bis zu 80 Prozent reduzieren. Ein saniertes Haus wird außerdem zukunftssicherer und unabhängiger von steigenden Preisen.
2. Erneuerbare Energiequellen:
Um die Umwelt zu schonen und unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden, empfiehlt sich der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien bei der Sanierung eines Hauses. Eine Möglichkeit ist die Installation einer Solarthermieanlage auf dem Dach, welche die Sonnenenergie für die Warmwasserbereitung nutzt. Auch eine moderne Holzpelletheizung ist eine klimafreundliche Alternative zu einer Öl- oder Gasheizung.
3. Wassereffizienz:
Bei der Sanierung eines Hauses spielt auch die Senkung des Wasserverbrauchs eine wichtige Rolle. Durch gezielte Maßnahmen lässt sich der Einsatz von Trinkwasser deutlich reduzieren. Ein Ansatz ist der Einbau von sparsamen Wasserarmaturen wie wassersparenden Duschköpfen oder Wasserhähnen, die den Durchfluss begrenzen. Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung von Regenwasser, etwa über eine Zisterne zur Gartenbewässerung
4. Ökologische Baustoffe:
Ziel bei der Verwendung umweltfreundlicher Materialien ist es, verstärkt wiederverwendbare, recyclebare und schadstoffarme Materialien einzusetzen. Zwei Beispiele sind Recyclingdämmstoffe oder nachhaltiger Beton, die Abfallprodukte einer sinnvollen weiteren Nutzung zuführen. Auch Farben und Lacke ohne gesundheitsschädliche Lösungsmittel tragen zu einer sauberen Raumluft bei. Durch bewusste Auswahl dieser ökologischen Baustoffe bei Sanierungen lässt sich die Umwelt schonen sowie ein gesundes Raumklima schaffen.
5. Naturschutz und Landschaftsgestaltung:
Neben der Gebäudetechnik sollte bei einer Sanierung auch an die Natur gedacht werden. Schon mit einfachen Mitteln lässt sich die Artenvielfalt auf dem Grundstück erhöhen und Lebensraum schaffen. Der Einbau von Nistkästen an Fassaden oder die Anlage einer Blumenwiese bieten Vögeln und Insekten Nahrung und Unterschlupf. Auch durch die Begrünung von Dächern und Fassaden oder die Anlage von Teichen können wertvolle Biotope entstehen - zur Freude von Flora und Fauna.
6. Nutzung erneuerbarer Ressourcen:
Ein wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeit ist der sparsame Umgang mit begrenzten Ressourcen. Bei einer Haussanierung lässt sich dies beispielsweise durch den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen wie Holz erreichen. Sowohl für Dämmung, Fußböden oder Fassaden gibt es umweltschonende Alternativen auf Holzbasis. Auch Baustoffe aus Hanf, Schafwolle oder Stroh sind erneuerbar und oft sogar lokal verfügbar. Durch die Wiederverwertung von Materialien aus dem Altbau wie alten Ziegeln oder Balken wird ebenfalls Abfall vermieden. So trägt die Sanierung zu einem bewussten Umgang mit Ressourcen bei.
7. Intelligente Technologien:
Moderne Smart Home-Systeme nutzen selbstlernende Algorithmen, um das Zuhause intelligenter, effizienter und komfortabler zu machen. Über Sprachsteuerung, Apps oder automatisiert je nach Nutzerverhalten werden beispielsweise Heizung, Licht oder Jalousien gesteuert. Auch die Überwachung des Energieverbrauchs und die Interaktion mit dezentralen Erzeugern und Verbrauchern im Smart Grid erfolgt smart über selbstoptimierende Programme. So kann eine Sanierung mit Fokus auf Gebäude- und Netzwerktechnik für Energieeinsparungen und gleichzeitig für mehr Komfort sorgen.